was ist das?

Einer der wichtigsten Nahrungsbestandteile für unsere Fische sind Insekten. Wann Menschen erstmals den Versuch unternommen haben, mit Hilfe von Insektenimitationen Fischen nachzustellen und sie zu erbeuten, ist nicht bekannt.

Funde und Darstellungen von Haken deuten darauf hin, dass bereits in der Steinzeit vor 6000 Jahren der Fischfang mit künstlichen Fliegen praktiziert wurde.

Schriftliche Überlieferungen, die das Fischen mit der Kunstfliege belegen, liegen aus den unterschiedlichen Regionen Europas seit dem Mittelalter vor.

Die ältesten bekannten Bindeanleitungen stammen aus dem 1496 entstandenen Book of St. Albans, das Juliane Berners zugeordnet wird.

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit an den Lebensraum Wasser gebundenen Insekten, der Entomologie, ist eine eher späte Wissenschaft, so dass Beziehungen zum Fliegenfischen erst ab dem 19 Jahrhundert nachweisbar sind.

Eine der frühesten bekannten Aufzeichnungen sind die Beschreibungen einiger Eintagsfliegenarten des Engländers J. Curtis aus dem Jahr 1834.

Die von J. Curtis verfassten Aufzeichnungen sind die Grundlage für das vermutlich erste Lehrbuch für Fliegenfischer aus dem Jahr 1836. Alfred Ronalds beschrieb in seinem Werk 47 Insekten und ordnete jedem Insekt eine Kunstfliege mit Bindeanleitung zu. Welches Interesse Ronalds Schriften hervorrief, belegt die Tatsache, dass 1858 die 5. Auflage seines Werkes erschien.

Den möglicherweise bis zum heutigen Tag gültigen Höhepunkt einer Entwicklung erreichte Frederic M. Halford 1897 mit seinem Werk Dry Fly Entomologie , in dem insektenkundliche Forschung und das Fischen mit der Trockenfliege an Englischen Kreideflüssen in eine einzigartige Verbindung münden.

Alle wesentlichen auch heute noch gültigen fliegenfischereilichen- und bindetechnischen Entwicklungen sind somit Resultate dieser Ära an Englischen Gewässern und einer Leidenschaft, die heute nur von passionierten Fliegenfischern und Fliegenbindern nachvollzogen werden kann.

An dieser Stelle den Bogen zu unserer Wupper zu spannen und die für die Fliegenfischerei wichtigen Insekten und Fliegenmuster zu besprechen, fällt mir zugegeben nicht ganz leicht. Die Recherche zur Geschichte der Entomologie und des Fliegenbindens ist überaus spannend und fesselnd. An dieser Stelle möchte ich dem Leser die Auseinandersetzung mit einem wie ich finde faszinierenden Thema empfehlen.

 

Wenn ich ein Fisch wäre Überlegungen zur Auswahl der Fliegenmuster und zum Fliegenbinden.

Die ökologischen Ansprüche und die Entwicklungszyklen der Wasserinsekten sind für die erfolgreiche Fliegenfischerei von entscheidender Bedeutung. Die Nahrungsaufnahme der Fische steht in einem untrennbaren Zusammenhang mit den örtlichen und zeitlichen Vorkommen der Hauptbeute. Einige Überlegungen sind für die erfolgreiche Fischerei unabdingbar: Das Bestimmen der Insekten sowie die zweckmäßige Nachahmung und die Anbietetaktik.

Die Erfahrung zeigt, dass eine noch so realistisch gebundene Fliege falsch präsentiert schlicht keinen Erfolg bringt. Viel effektiver scheint es zu sein, einfache Fliegen taktisch klug anzubieten, die Scheuchwirkung durch einen sauberen Wurfstil zu minimieren und das natürliche Verhalten des Vorbildes zu imitieren. Für einige Fliegenfischer ist es nur schwerlich nachvollziehbar und es bereitet schon fast schlaflose Nächte, wenn die superrealistische Fliege gebunden mit original argentinischem Wildhasendubbing weniger erfolgt bringt als das Muster aus der Verlegenheitswolle aus Omas Nähkorb.

Als Grundsatz kann gelten, dass Fische nicht zählen können, die Seltenheit und den Preis unseres Bindematerials sowie eine noch so komplizierte und ausgefeilte Bindetechnik nicht zu schätzen wissen. Der erfolgreiche Fliegenfischer muss lernen, dass die eigene Wahrnehmung und das eigene ästhetische Empfinden nichts mit dem natürlichen Verhalten der Fische zu tun hat.

An dieser Stelle möchte ich nicht missverstanden werden auch ich erfreue mich an handwerklich gut gebundenen Fliegen und bewundere die Binder, die mit viel Geschick und oft jahrzehnte langer Erfahrung wahre Meisterwerke herstellen. Meine eigene Bindetechnik versuche ich ständig zu verbessern. Über meinen Bestand und die ständige, oftmals schon zwanghafte Suche nach den ultimativen Bindematerialien schreibe ich besser erst gar nicht. Dennoch ist das alles gut so und bereitet Freude. Erforderlich, um mit der Fliege erfolgreich zu fischen, ist es eben nicht.

Jörg Haußner

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